Es ist das, was wir direkt auf der Haut spüren, es ist das, was uns Schutz bietet und das, was uns Selbstbewusstsein gibt. Unsere Luxus Dessous sind Schmuck und Kleidungsstück zugleich. Sie kaschieren, verführen und verzaubern uns... und dafür lieben wir sie!
Noch weit in das 20. Jahrhundert hinein mussten sich Frauen in drahtige Korsetts schnüren, alle paar Stunden in Ohnmacht fallen, und mehrere Erstickungstode an einem Abend erleiden. Die befreiende Idee eines Büstenhalters lag zwar bereits in der Luft, aber wirklich vielsprechende Dessous Modelle ließen noch lange auf sich warten. Erst durch den Art Déco Stil und den Pariser Modeschöpfer Paul Poiret begann der triumphale Aufstieg unserer geliebten Luxus Dessous. Statt des bisher wulstigen Pomps besann man sich endlich auf eine kühne Schlichtheit, gute Passformen und die nötige Prise Sinnlichkeit. Das Luxus Dessous als edler Lieblingsbegleiter war geboren.
Hüftgürtel wurden entwickelt
und die Röcke wurden enger und kürzer. Obwohl der erste
Weltkrieg die modische Entwicklung zum Erliegen brachte, war kaum
eine Frau dazu bereit sich wieder in enge Korsetts schnüren zu
lassen. Sie hatten bereits zuviel Spaß und Gefallen an der
neuen Freiheit und Sinnlichkeit ihrer Luxus Dessous gefunden. Und das
obwohl sie zu dieser Zeit noch aus Leinen bestanden. Leinen konnte
man waschen und war billig. So läßt sich wahrscheinlich
auch die relativ hartnäckige Vorliebe für weiße
Dessous erklären. Wer nämlich seine Luxus Dessous oft genug
waschen konnte, dass sie weiß blieben, der war was. Und wer gar
immer noch ein sauberes Dessous zum wechseln im Schrank hatte, der
galt erst recht als was.
In den 20ern wurden die Röcke noch kürzer und die Frauen noch selbstbewusster. Von damenhafter Ohnmachtspose keine Spur mehr, stattdessen wurde im gewagten Bubikopf, mit mondäner Zigarettenspitze, jeder Menge Absinth im Blut und aggressiven Ausschnitten fast bis zur Taille runter Charleston getanzt. Man hatte eben viel nachzuholen.
Die 30er Jahre brachten den Diven Look hervor, Marlene Dietrich trat auf die Bühne und die Brüste wölbten sich erstmals prall und knackig unter den hauchdünnen Stöffchen hervor. Seide, Musselin und Batist lösten das Leinen ab. Und endlich, endlich wurde das Luxus Dessous wahrhaft luxuriös und verdiente sich seinen Namen.
Die ausgelassene Stimmung hielt leider nicht lange an. Zum Ende des Jahrzehnts konnte sich kaum noch einer seidene Luxus Dessous leisten, oder hatte überhaupt die Muße über derlei Firlefanz nachzudenken. Man begnügte sich mit schlichter Baumwollunterwäsche. Die Kriegsjahre waren hart und selbst für die Mieder- und Wäschefabrikanten war es unmöglich noch an Rohstoffe zu kommen.
Die 50er Jahre brachten schließlich so allerlei technische Innovationen, davon auch einige im Dessous Bereich. Es gab Büstenhalter mit verstärkten Körbchen unterhalb der Schalen. Anfangs zwar noch mit Fischbein verstärkt, später dann aber schon durch Metallbügel. BHs wurden wattiert, verstärkt, gepusht, modelliert, abgerundet, zugespitzt, hinten verschlossen, vorne verschlossen, oder beides, und so weiter.
Die 60er waren dann bekanntermaßen turbulent. Auf der einen Seite freute man sich zwar über die Entwicklung des nahtlosen Strumpfes, auf der anderen Seite wehrten sich Frauenrechtlerinnen gegen die Unterdrückung der freien Weiblichkeit, die sich bekanntermaßen im BH manifestiert.
Es gab sogar öffentliche Dessous Verbrennungen.
Die 70er starteten dann mit dem Idealbild der Kindfrau: burschikos und schüchtern. Männer und Frauen teilten sich den Pyjama und trugen schlichte Slips. Es ward Hebst in Deutschland.
Erst die 80er Jahre brachten neuen Aufschwung für unsere geliebten Luxus Dessous. Luxus und Glamour war einfach angesagt, man denke an Denver und Dallas. Glamourös!!
Frauen liebten es tief ausgeschnitten, mit edelsten Luxus Dessous unterm kühlen Business Look. In den 90er Jahren kam es dann endlich zu einem regelrechten Lingerie-Boom. Alle wollten einen Wonderbra und darin aussehen wie Eva Herzigova. Wir auch. Mit "Push-Up", neuen Materialien, und der lässigen 90er Attitüde "anything goes" wurden Luxus und Schlichtheit auf schöne unkomplizierte Weise miteinander vereint. Neben klaren, puristischen Styles a la Calvin Klein - wir erinnern uns zu gern an die junge unschuldig laszive Kate Moss in Jeansrock Pose mit naturbelassener Baumwoll Wäsche - gab es auch die glamourös-erotische Agent Provocatrice, die 1994 ihren ersten Schlüpfer in Soho kaufte.
Alles ist eben möglich. Wir verführen uns und andere mit schlichten Trend Dessous genauso gerne wie mit aufreizenden, frech-frivol-verruchten Luxus Dessous. "Nur starke Frauen können verführen" sagt Chantal Thomass, unsere französische Lingerie-Heldin. Genau. Und weibliches Selbstbewußtsein hat viele Facetten. Und jede Facette braucht natürlich ein passendes Luxus Dessous;-)