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Christines Style-News: Statement Nägel

Montag, den 20. Juli 2009

Letzte Woche lud mich mein Liebster zu einem romantischen Abend ein: Die deutsche Oper in Berlin zeigte meine Lieblingsoper „Carmen“: ultra sexy und sehr tragisch.

Für dieses kulturelle Erlebnis wollte ich natürlich richtig gestylt sein: Ein kleines schnörkelloses Schwarzes erschien mir die richtige Wahl für diesen Event, passend zum modernen, sachlichen Opernhaus mit verglastem Foyer und schwebenden Treppen.

Doch da die Oper von George Bizet die bunt dekorierte Welt der spanischen Zigeuner und der opulent ausgestatteten Stierkämpfer zeigt, musste ein kleiner Farbtupfer her: Leider hatte ich keine rote Rose fürs Haar zur Hand und im Besitz von Kreolen war ich auch nicht. Die Lösung waren feuerrote Nägel und knallrote Lippen; ein Beautytrend aus den 30ern. Jetzt heißt es Farbe bekennen. Neben der klassischen French Manicure sind punkige Nägel heute salonfähig. Bei Dior sind die Nägel im Herbst/Winter 09 in dramatischem Metallik-Violett. Beim Auftragen einen kleinen Halbmond auf die Nägel legen und die Enden aussparen für den besonderen Glam-Faktor. Schon Hollywood-Diven wie Greta Garbor und Jean Harlow setzten ihre Nägel mit dieser Methode glamouröse in Szene. Bei Chanel gibt es jetzt den passenden Nagellack zur kommenden Herbst/Winter Kollektion: Peter Philips, Chanels Kreativ-Direktor Make-Up, kreierte einen jadegrünen Nagellack. Natürlich trage ich schon den ganzen Sommer das Neonpink von Uslu Airlines.

Als ich meinem Freund vorschlug für die Oper meinen schwarzen Nagellack – super für den neuen Gotik-Boudoir-Look – aufzutragen, sträubte er sich vehement. Doch auch der Nagellack bei Männern -nicht nur bei Rockstars – wird sich durchsetzten. Dem Bankangestellten empfehle ich derzeit ein dezentes Grau für die Nägel, Ton in Ton zum grauen Anzug.

Chanel in

chanel

Dior in

Dior

Uslu-airlines in

Uslu Airlines

Caprice oder die Sommerlaunen der Designer: Ein Laufstegreport von Christine Korte

Freitag, den 13. Februar 2009

 

Meine Freundin Sophie versucht nicht lauthals loszulachen, als ich ihr beim Lunch erzähle, dass ich zum 30sten Geburtstag unserer uralt Freundin Lulu – blöder Spitzname, den sie zu Schulzeiten bekommen hat und nie wieder los wurde – erstmals den neuen Pyjama-Look tragen würde.

Soll sie doch lachen!

Aber deswegen werde ich nicht auf das Beste verzichten, was die globale Finanzkrise zu bieten hat: Den Boudoir-Look. Boudoir heißt, aus dem Französischen übersetzt, schmollen, schlecht gelaunt sein. Wenn die dauerhafte Krise den Konsumenten Angst macht, dann fangen die Designer dieser Welt an zu schmollen- und zwar nicht zu knapp.

Die Motti dieses Modesommers heißen: Transparenz, Volants, Rüschen, knappe Schnitte, Chiffon und Seide. Die Fachpresse spricht davon, dass in New York, London, Mailand und Paris eine glamouröse Gegenwelt zur wirtschaftlichen Misere geschaffen wird. Blödsinn!

Der Boudoir-Look ergibt sich als logische Konsequenz aus der kritischen Situation. Wenn kein Geld mehr für Werbung ausgegeben wird und somit keine Stylisten mehr für Anzeigenkampagnen, Kataloge und Werbefilme gebraucht werden, muss ich mich auch nicht mehr für steife Meetings in hochgeschlossene Kostüme zwängen, sondern mache es mir lieber in einem seidigen Pyjama auf einer Chaiselongue bequem. Die strengen und zugeknöpften Designs der letzten Saison, passen einfach nicht mehr zu unserem neuen Lebensstil. Wir sind durch die Krise zu so einer Art Zwangs-Aristokraten gemacht worden, das heißt wir arbeiten nicht mehr oder einfach weniger. Für diesen neuen Lebensstil brauchen wir eben die richtige Mode.

Passend zu unserem neuen Lifestyle schickt das Designerduo Domenico Dolce und Stefano Gabbana seine Models in gepunkteten und gestreiften Gentlemen-Pyjamas aus Seide über den Mailänder Laufsteg. Bei Landsmann Roberto Cavalli wird es in der kommenden Saison romantisch. Mit transparenten, wallenden Kleidern und weiten Hosen schwebt die Cavalli-Frau in die warmen Monate. Und auch beim sonst so strengen Yves Saint Laurent in Paris ist es nicht anders: transparente Chiffonkleider in Nachtblau, die an Negligés erinnern, zarte schimmernde Blusen in Weiss und Schwarz lassen auf einen von Strenge befreiten Sommer hoffen. Selbst unter den für YSL typischen Herrenblazern trägt man nur noch einen BH.

John Galliano, der König des Schmollens – ich habe es als kleine Assistentin auf einem Shooting mit ihm in Paris mal live miterlebt – macht seinem Ruf alle Ehre. Seine aufreizenden See-Through-Kleidchen in romantischen Pastellfarben mit niedlichen Rüschen haben genau die richtige Mischung aus Unschuld und Frivolität.

Auch für Christian Dior schmollt der Designer Galliano fröhlich weiter. In durchsichtigen, korsagenartigen Kleidern, transparenten Falten- und Stufenröcken in Gelb, Babyblau und Nude – alles ultra Mini – können wir mit mädchenhafter Naivität unbeschwert den heißen Tagen entgegenblicken.

Gedanken machen müssen wir uns bei diesen hauchzarten Kreationen nur über die Investition in die passenden Dessous. Denn die sieht diesen Sommer garantiert nicht nur unser Liebster!

Hier sind die besten Laufsteg-Looks

 Hier sind unsere zwei liebsten Pyjama-Looks von Princesse tam tam:Pyjama-look in Pyjama-look-von-princesse-tam-tam in