Loulou’s Lingerie Notes: Down under
Mittwoch, den 8. April 2009Eigentlich darf das niemand wissen, aber… (klingt spannend, oder? Nach einem Geheimnis. Was sich da wohl hinter verbirgt? Gleich werden Sie es erfahren, ich will nur noch kurz die Spannung steigern. Und? Sind Sie schon so richtig neugierig? Wahrscheinlich haben Sie schon angefangen, die Buchstaben zu überspringen und suchen nach der geschlossenen Klammer, um endlich zum Geheimnis zu kommen. Tja, hier ist sie ) aber, haha, es geht trotzdem noch weiter. Reingelegt! Verdammt, jetzt habe ich es so lange hinaus gezögert, dass Sie enttäuscht sein werden, wenn Sie das Geheimnis lesen. Sie werden die Augen verdrehen und mit einem lauten „öööööh“ auf ihrem Stuhl zusammensacken wie eine Marionette, deren Puppenspieler spontan auf die Toilette musste. Pardon.)
…ich trage Push-Up-BHs. Pheeew. Jetzt ist es raus. Das Geheimnis meiner atemberaubenden Silhouette. Wenn ich einen Mann kennen lerne, habe ich immer ein bisschen Angst, dass er mich reklamiert. Ich stelle mir dann vor, wie ich mich zu französischen Liebesliedern aus meinen Dessous pule, ihm mit einem verführerischen Blick dem BH auf den Schoß werfe. Dann rutscht die Nadel von der Platte und der Mann sagt: „Im Laden sahen die aber anders aus.“ Ich weiß, woher diese Angst kommt. Der Push-Up-BH kam offiziell im Jahre 1994 auf den Markt (also bevor ich überhaupt Brüste hatte). Damals wurden in allen möglichen Zeitschriften, vielleicht auch nur in einer, als Kind nimmt man ja alles so intensiv wahr und neigt zur Übertreibung – es wurden jedenfalls Umfragen bei Männern gemacht, nach dem Motto: „Ist das nicht Betrug, dem Mann riesige Brüste vorzugaukeln, aber wenn’s dann ans Eingemachte geht, doch nichts zu bieten zu haben?“ Die einhellige Meinung, vielleicht war es auch nur einer, Sie wissen schon, Kind-Wahrnehmung, war: „Betrug ist das! Nepp! Prellerei! Schiebung! Etikettenschwindel!“ Und jetzt lebe ich mit dieser Angst. Aber man muss abwägen: Ist es schlimmer, wenn am Tag zehn Leute (vor allem die zickige Kuh aus dem Büro) denken: „Hallo, Miss Mückenstich!“ Oder, wenn einmal in der Woche, nein, sagen wir lieber einmal im Monat, ein Mann denkt: „Na nu, da habe ich mich wohl in der Größe geirr… ACHTUNG, NICHT MEHR GENUG BLUT IM GEHIRN VORHANDEN, UM DIESEN GEDANKEN FORT ZU FÜHREN! KÖRPER SCHALTET NUN UM AUF GENITALBETRIEB!“








